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Ein Prank (zu deutsch: Streich, vulgärer auch Verarsche), bezeichnet eine Handlung in welcher es darum geht eine Person oder Personnengruppe reinzulegen und dies auf Video zu dokumentieren. Ersteller dieser Videos werden auch als Pranksters bezeichnet. Als Abgrenzung von reinen Streichen zur Belustigung sollen unter dem Begriff soziales Experiment menschliche Reaktionen auf ein bestimmtes Verhalten dokumentiert werden und der Zuschauer soll die Möglichkeit haben zu bewerten ob dies sozial war. Seltener spricht man bei Pranks auch vom Trolling oder Griefing, dies bezieht sich dann meistens eher auf das Verhalten in virtuellen Welten. Reinlegen von Passanten auf der Straße oder öffentlichen Plätzen wird auch oft nur als Street Comedy bezeichnet.

Ausführung Bearbeiten

Pranks können harmlos in Form eines einfachen veräppeln, "trollen" oder Telefonstreich geschehen, wo klar ist, dass niemand wirklich zu schaden kommt. Härtefälle gehen aber das Risiko ein, dass jemand zu schaden kommt oder sind sich diesem nicht bewusst. Meistens werden hierbei Horrorszenarien durch Waffen, eine bedrohliche Stimmung oder einem gravierenden Ereignis für Angehörige, wie einem vorgetäuschten Suizid dargestellt. Zudem sind für die Ausführung eines Pranks oft nicht viele Vorkenntnisse erforderlich, was die Videosproduktion erleichtert.[1]

Geschichte und Verbreitung Bearbeiten

Streiche gibt es schon seit Ewigkeiten in der Menscheitsgeschichte und auch in der Film- und Fernsehngeschichte. Mit dem einfachen Veröffentlichen von Videos im Internet bekam dieser aber einen neueren Aufschwung, wo die Streiche größer wurden. Zusätzlich entwickelten sich Pranks in den letzten Jahren aufgrund von Clickbait und Sensationssucht der Zuschauer immer weit und erreichen pro Video teilweise Millionen von Aufrufen.[1]

Auswirkungen und Kritik[1] Bearbeiten

Pranks können den Prankster in Gefahr bringen, da sie z.B. verletzt oder verhaftet werden können, wenn man nicht erkennt das es ein Streich ist. Auch Todesfälle aufgrund von Pranks gab es schon. Geprankte Personen können der Person misstrauisch gegenüber werden oder das Vertrauen in sie verlieren. Auch kann der Schock der betroffenen Personen zu gesundheitlichen Risiken wie Herzinfakten oder Traumata führen oder dafür sorgen, dass die betroffen sich bei der Flucht verletzten. Auch führen solche Videos zu einer geringen Unterscheidung zwischen Realität und Spiel und können es bewirken, dass Personen glauben, dass tatsächliche Ernstfälle nur gespielt sind. Oft verletzten Pranks auch gegen Gesetzte, in dem z.B. Hausfriedensbruch begannen wird oder falsche Tatsachen angekündigt werden und sorgen für Unruhen und allgemeine Terrorangst in der Gesellschaft. Des Weiteren werden Persönlichkeitsrechte verletzt in dem die Videos ohne die Aufklärung über die Tat und Veröffentlichung im Internet hochgeladen werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist das man bei Pranks oft nicht erkennen kann, ob sie sich echt so abgespielt haben oder nur inszeniert wurden. Auch können Pranks entwicklungstörend bei jüngeren Menschen sein und Kindesmissbrauch darstellen, da die für ein gestörtes Vertrauen und viel Misstrauen sorgen. Die Eltern von DaddyOFive haben z.B. ihr Sorgerecht aufgrund von Pranks an ihren Kindern verloren.[2] Für viele sind Pranks und soziale Experiment daher nicht lustig sondern nur geschmacklos und gefährlich. Das Verhalten und die Sensationsucht der Zuschauer wird mit einer Big Brother Reality-Show Neugier beschrieben, die darauf abzielt Personen leiden zu sehen oder zu mindestens zu wissen wie es weitergeht und ob es überhaupt echt ist. Der Produzenten geht es nach vielen nur um die Aufrufe, Abonnenten und das Geld, was sich auch oft im Clickbait wiederspiegelt.

Bekannte deutsche Pranksters (Auswahl) Bearbeiten

Bekannte internationale Pranksters (Auswahl) Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Anna Fastabend. Der Prank ist krank in Süddeutsche Zeitung, 24. April 2017,
  2. Denise Bergert: Prank-Videos: YouTube-Star DaddyOFive verliert Sorgerecht in PCWELT